Finger weg vom Joint am Steuer
KS: Drogen verändern das Fahrverhalten
Für manche ist ein schneller Joint vollkommen harmlos. Nach Beobachtungen des Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) spielen vor allem junge Menschen die Gefahr herunter, die sich aus der Einnahme von Haschisch, Marihuana, Heroin, Kokain, Ecstasy oder Designer-Drogen ergibt. Denn abgesehen von den Gesundheitsschäden können Drogen das Fahrverhalten total verändern. Deshalb kennt die Polizei auch kein Pardon: Wer beim Fahren unter Drogeneinfluss erwischt wird, muss mit Geldbuße von mindestens 250 Euro, Fahrverbot bis drei Monate sowie vier Punkten in Flensburg rechnen.
Drogen können aufputschen oder schläfrig machen. Viel wichtiger aber ist, dass sie die Wahrnehmung verzerren. Drogenkonsumenten am Steuer fallen auf, weil sie die Spur schlecht halten können, langsamer reagieren oder das Ampelrot übersehen. Selbst geübte Fahrer haben ihr Auto unter Drogen nicht mehr sicher im Griff. Besonders unkontrollierbar wird das Fahrverhalten bei einem Mix verschiedener Rauschmittel, Drogen, Alkohol und Medikamente.
Übrigens kommt es nicht auf die Drogenmenge an. Anders als bei Alkohol gibt es keine Grenzwerte. Auch der kleinste Joint kann Folgen haben. Wer glaubt, die Polizei "austricksen" zu können, irrt: Die Beamten sind in der Regel so gut geschult, dass sie Verdachtsmomente erkennen und sichern können, was sich später nicht nur im Blut, sondern auch im Urin und sogar in den Haaren nachweisen lässt.