Protest gegen slowenische Autobahnmaut

KS und EAC fordern zeitlich gestaffelte Vignetten
Slowenien führt als weiteres Land eine Maut-Vignette ein, allerdings soll es diese zunächst nur mit Jahresgeltung geben. Dagegen hat der Verbund Europäischer Automobilclubs (EAC), zu dem auch der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) gehört, protestiert. Der EAC forderte den designierten EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani auf, sich bei der slowenischen Regierung für eine "sachgerechte und verbraucherfreundliche Ausgestaltung der Autobahnmaut" einzusetzen.

Ein Sprecher des KS kritisierte, dass durch das slowenische Modell der Reiseverkehr in Europa behindert und vor allem Tagesausflügler und Urlaubsreisende unangemessen benachteiligt werden. Zeitlich gestaffelte Vignetten seien eine Mindestanforderung, zumal die EU-Kommission bereits in Österreich die Zehn-Tages-Vignette durchgesetzt hat. In Ungarn gebe es sogar eine Vier-Tage-Vignette. Auch Slowenien müsse ein ähnliches Modell finden.

Der EAC versteht sich als Interessenvertretung von rund 2,5 Millionen Autofahrerinnen und Autofahrern in Europa. Er wird vom Auto Club Europa (ACE), dem Automobilclub Verkehr (ACV), dem österreichischen ARBÖ, dem Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) sowie dem Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) getragen und ist offen für weitere Partner.