Runderneuerte - im Winter eine Alternative?

KS: Unter 7 Grad Celsius sind Sommerreifen ungeeignet
Die ersten Schneetage gab es in diesem Jahr schon sehr früh. Schon allein deshalb haben viele Autofahrer Winterreifen montiert. Zu dem vergleichsweise guten Reifenabsatz hat nach Ansicht des Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) auch die Abwrackprämie beigetragen. Denn für Neuwagen werden eben häufiger M&S-Pneus gekauft. Wem allerdings die Anschaffung neuer Reifen für die kalte Jahreszeit zu teuer ist, der sollte nach an Runderneuerte denken. Ein KS-Sprecher: "Runderneuerte sind billiger und schonen die Energiereserven, weil sie bei der Herstellung nur etwa sechs statt - wie beim Neureifen - 35 Liter Rohöl benötigen."

Wer sich für runderneuerte Reifen entscheidet, sollte unbedingt auf die Gütesiegel "AIR" (AG industrieller Runderneuerer) und "TÜV" achten, die nebeneinander auf der Reifenflanke angebracht sind. Diese Pneus werden in zertifizierten Betrieben unter Verwendung von Originalprofilen nach internationalen Qualitätsstandards gefertigt. Übrigens: AIR-Betriebe gewähren neben der gesetzlichen zweijährigen Garantie weitere vier Jahre Kulanz.

Grundsätzlich sollte kein Autofahrer auf Winterreifen verzichten, auch nicht in Gegenden, in denen es nur selten schneit. Diese Reifen sind wegen ihrer besonderen Gummimischung bereits ab 7° Celsius zu empfehlen, weil darunter die härtere Gummimischung des Sommerreifens hart und spröde wird und Brems- sowie Antriebskräfte nur noch begrenzt auf die Straße übertragen kann. Allerdings warnte der KS vor dem Kauf gebrauchter Reifen. Ihr unbekanntes Vorleben in Bezug auf Beanspruchung (Bordsteine), Standzeiten, unsachgemäße Lagerung sowie Gebrauchsmängel (zu wenig Luft) birgt unkalkulierbare Risiken.