Energie-Label nicht schlecht reden!

KS: Trotz viel Kritik liefert es dem Autokäufer wichtige Informationen
Seit 1. Dezember müssen Neuwagen beim Autohändler mit einem Energieeffizient-Label versehen sein, ähnlich wie Waschmaschinen oder Kühlschränke. Dem Kaufinteressenten soll das die Entscheidung für ein spritsparendes und umweltfreundliches Auto erleichtern. Trotz zahlreicher Mängel begrüßt der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) die neue Verordnung. Sie sei ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn sie derzeit überwiegend schlecht geredet werde. Immerhin liefere das Energie-Label wichtige Zusatzinformationen und stelle den Energieverbrauch stärker in den Mittelpunkt der Kaufentscheidung. Der Club bemüht sich mit seinem Energie- und Umweltpreis seit mehr als 30 Jahren darum, die Aufmerksamkeit der Autokäufer auf den Verbrauch zu lenken.

Die neuen Energieeffizienzklassen reichen von einem grünen "A+" bis zu einem tiefroten "G". Ein Problem dieser Kennziffern ist die Tatsache, dass der CO2-Ausstoß in Relation zum Fahrzeuggewicht ermittelt wird. Dadurch können schwere Geländefahrzeuge im grünen Bereich landen, während kleine, leichte Stadtautos trotz geringem Verbrauch eher ungünstig bewertet werden. Allerdings betont der KS: "Bei der Anschaffung eines neuen Fahrzeuges wird kaum jemand einen 60.000 Euro teuren Zwei-Tonnen-Allrad-Boliden mit einem zweisitzigen Stadtauto für 15.000 Euro vergleichen. Unsere Erfahrungen zeigen, dass sich Autokäufer auf eine Fahrzeugkategorie festlegen und die Angebote in dieser Klasse einander gegenüberstellen."

Allerdings appelliert der KS an das federführende Bundeswirtschaftsministerium, die Erfahrungen mit dem Öko-Label genau zu beobachten und die bekannten Mängel in einer Neufassung so bald als möglich zu korrigieren.