Finger weg von Liquid Ecstasy

KS: Einnahme schon geringer Mengen führt zum Fahrverbot
Liquid Ecstasy ist ein verbotenes Rausch- und K.O.-Mittel, das sich trotz allem auf Partys und in Diskotheken steigender Beliebtheit erfreut. Nach Auskunft des Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) ist die Droge deshalb so gefährlich, weil sie eine euphorisierende, angstlösende und antidepressive Stimmung erzeugt. Gleichzeitig steigt die Risikobereitschaft, die Reaktionszeit nimmt zu, und das Gesichtsfeld (Tunnelblick), die Hell-Dunkel-Adaption und die motorische Kontrolle werden eingeschränkt.

Liquid Ecstasy (nicht zu verwechseln mit der Partydroge Ecstasy) gibt es in Tabletten- oder Kapselform, aber auch als farblose und salzhaltige Flüssigkeit, die in kleinen Plastikampullen, Spritzen oder Fläschchen Verwendung findet. Wer sich nach Einnahme selbst geringster Mengen davon ans Steuer setzt, muss mit Entzug der Fahrerlaubnis und einer Geldstrafe rechnen - ähnlich wie nach Alkoholkonsum.

Wesentliches Problem von Liquid Ecstasy ist die Tatsache, dass es Partygästen nicht selten unbemerkt verabreicht wird. In höherer Dosierung wirkt es nämlich stark einschläfernd bis zum Gedächtnisverlust, weshalb es Kriminelle auch zur Vorbereitung von Straftaten, Raub und Vergewaltigung nutzen.

Der KS rät daher dringend, in Discos, auf Partys besonders bei persönlich unbekannten Gastgebern genau auf die Getränke zu achten. Bei einer unvermeidlichen Abwesenheit, wie Tanz oder Toilettengang sollte man eine Vertrauensperson bitten, das eigene Glas zu beobachten.



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