Pedelecs, der Sommerhit 2012

KS: Noch viel Unklarheit bei den neuen Elektro-Fahrrädern
Radfahren mit Elektrounterstützung war schon im vergangenen Jahr "in".
Für 2012 erwarten die Sicherheitsexperten des Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) allerdings einen Boom. Immerhin machen Elektro-Fahrräder das Radeln leichter und angenehmer, aber auch schneller. Außerdem unterscheidet sich das Fahrverhalten eines solchen Rades deutlich von dem eines normalen Fahrrades. Deshalb befürchtet der KS auch einen Anstieg der Rad-Unfälle und wiederholt seinen Appell, stets mit Helm zu fahren, denn bei einem Sturz ist das Risiko von Kopfverletzungen besonders groß. Das haben auch die Diskussionen beim gerade beendeten Verkehrsgerichtstag in Goslar bestätigt, wo übrigens Einigkeit bestand, dass Elektro-Fahrräder nichts für Kinder unter 14 Jahren sind.

Grundsätzlich unterscheidet man
  • E-Bikes, die ohne Krafteinwirkung des Fahrers von einem Elektromotor angetrieben werden und
  • Pedelecs (Pedal Electric Cycle), deren Elektro-Power nur unterstützend einsetzt, wenn der Fahrer selbst in die Pedale tritt und die bis 25 km/h schnell sind.
  • Darüber hinaus gibt es zahlreiche Varianten wie S-Pedelecs, die bis 45 km/h schnell sind, oder Hybrid-E-Bikes, bei denen es möglich ist, neben der Tretunterstützung im "E-Bike Modus" Gas zu geben und auch ohne Tretbewegung zu beschleunigen.

Gerade bei den schnellen Pedelecs sind nach Ansicht des KS noch viele Fragen ungeklärt. Nach jetziger Betrachtung müssten sie im Hinblick auf Fahrerlaubnisrecht, Helmpflicht und Zulassung als Kleinkrafträder behandelt werden. Das bedeutet für ihre Fahrer eine Fahrerlaubnis der Klasse M.
Wegen der Unklarheiten appelliert der KS an den Gesetzgeber, noch vor dem Sommer klare Regelungen zu schaffen, auch was die Straßen- oder Radwegbenutzung von Elektro-Fahrrädern angeht.



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