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Falsch überholen: Wann Überholen verboten ist und welche Strafen drohen

Das müssen Sie zum falsch Überholen wissen
- Falsch überholen gehört zu den gefährlichsten Verstößen im Straßenverkehr. Wer die Regeln der Straßenverkehrsordnung missachtet, riskiert nicht nur Bußgelder und Punkte in Flensburg, sondern bringt sich und andere ernsthaft in Gefahr.
- Je nach Art des Verstoßes drohen empfindliche Sanktionen: von Geldbußen über Fahrverbote bis hin zu strafrechtlichen Konsequenzen, wenn durch ein riskantes Überholmanöver andere Verkehrsteilnehmer gefährdet oder verletzt werden. Besonders streng wird das Überholen im Überholverbot oder bei Gegenverkehr geahndet.
- Kommt es nach einem Überholverstoß zu einem Bußgeldverfahren oder zu Streitigkeiten über den genauen Ablauf, kann eine Rechtsschutzversicherung entscheidend sein. Sie übernimmt die Kosten für anwaltliche Beratung, Gutachten und Gerichtsverfahren und sorgt dafür, dass Sie Ihre Rechte ohne finanzielles Risiko durchsetzen können.
Was bedeutet „falsch überholen“?
Nach § 5 der Straßenverkehrsordnung ist Überholen nur erlaubt, wenn dabei niemand gefährdet oder behindert wird und die Verkehrslage es eindeutig zulässt. Von falsch überholen spricht man immer dann, wenn ein Autofahrer gegen diese Vorschriften verstößt – also zum Beispiel,
- wenn trotz Überholverbot überholt wird,
- wenn der Fahrer bei unklarer Verkehrslage ausschert,
- wenn er rechts überholt, obwohl das nicht gestattet ist, oder
- wenn der nötige Sicherheitsabstand nicht eingehalten wird.
Wer falsch überholt, begeht in der Regel eine Ordnungswidrigkeit. Kommt es dabei zu einer konkreten Gefährdung oder gar zu einem Unfall, kann daraus jedoch eine Straftat nach § 315c StGB (Gefährdung des Straßenverkehrs) werden.
Wann ist Überholen verboten?
Die StVO kennt eine ganze Reihe von Situationen, in denen das Überholen verboten ist, egal, wie eilig Sie es haben. Grundsätzlich dürfen Sie nur überholen, wenn ausreichend Platz, klare Sicht und kein Gegenverkehr bestehen. Darüber hinaus gelten feste Überholverbote, die oft durch Verkehrsschilder angezeigt werden.
Verboten ist das Überholen insbesondere:
- Bei unklarer Verkehrslage, etwa wenn Sie nicht sicher erkennen können, wie sich der Vordermann oder der Gegenverkehr verhalten wird
- In Kurven, an Kuppen oder bei schlechter Sicht, wenn der Gegenverkehr nicht rechtzeitig erkennbar ist
- An Fußgängerüberwegen, Bahnübergängen und in unübersichtlichen Kreuzungs- oder Einmündungsbereichen
- Überall dort, wo ein Überholverbotsschild steht
Auch das Rechtsüberholen ist grundsätzlich untersagt – außer in wenigen, klar geregelten Ausnahmen (zum Beispiel bei zähfließendem Verkehr auf Autobahnen).
Rechts überholen auf der Autobahn: Was erlaubt ist – und was eine Strafe zur Folge hat
„Ist rechts vorbeifahren schon überholen?“ – diese Frage stellen sich viele Autofahrer. Grundsätzlich ja: Wer auf der rechten Spur schneller fährt als ein Fahrzeug auf der linken, überholt rechts. Das ist verboten, außer in speziellen Ausnahmefällen.
Rechts überholen auf der Autobahn ist erlaubt, wenn
- der Verkehr dicht ist und sich die Fahrzeuge nur langsam bewegen (z. B. bei Stau oder stockendem Verkehr),
- mehrere Fahrstreifen in eine Richtung führen und innerorts gefahren wird oder
- bei Kolonnenverkehr, wenn alle Fahrzeuge gleichmäßig langsam fahren.
Nicht erlaubt ist hingegen das Überholen auf dem Standstreifen – das gilt als besonders gefährlich und wird mit einer Strafe in Form eines Bußgeldes von mindestens 75 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet.

Falsch überholen: Diese Strafen und Bußgelder drohen
Viele Autofahrer fragen sich: Wie hoch ist das Bußgeld für falsches Überholen? Die Höhe der Strafe richtet sich nach dem konkreten Verstoß und den möglichen Folgen. Neben Geldbußen drohen Punkte im Fahreignungsregister (Flensburg) und in schwereren Fällen sogar ein Fahrverbot.
Der Bußgeldkatalog regelt folgende Strafen bei falschem Überholen:
| Verstoß | Bußgeld | Punkte in Flensburg | Fahrverbot |
|---|---|---|---|
| Nach dem Überholen Behinderung beim Einordnen | 20 € | nein | nein |
| Beim Überholen Seitenabstand nicht eingehalten | 30 € | nein | nein |
| Beim Überholen nicht wesentlich schneller gewesen und / oder den nachfolgenden Verkehr gefährdet | 80 – 120 € | 1 | nein |
| Überholen trotz Überholverbot | 70 € | 1 | nein |
| Rechts überholen innerorts | 30 – 35 € | nein | nein |
| Rechts überholen außerorts | 100 – 145 € | 1 | nein |
| Überholen an Fußgängerüberwegen, bei unklarer Verkehrslage und Überholverbot | 80 – 300 € | 1 – 2 Punkte | bis zu 1 Monat |
Die Tabelle zeigt: Schon ein vermeintlich harmloser Überholverstoß kann teuer werden. Besonders streng wird geahndet, wenn Sie dabei andere gefährden oder einen Unfall verursachen.
Überholen im Überholverbot – welche Beweise zählen?
Wer mit dem Vorwurf „falsch überholt“ konfrontiert wird, steht oft vor der Frage: Wie kann so ein Überholverstoß überhaupt bewiesen werden? In der Praxis stützen sich Behörden und Gerichte auf verschiedene Beweismittel. Dazu gehören:
- Videoaufnahmen von Verkehrsüberwachungen oder Dashcams,
- Aussagen von Zeugen sowie
- Protokolle und Messungen der Polizei.
Dashcam-Aufnahmen können in bestimmten Fällen auch von Privatpersonen als Beweismittel vor Gericht zugelassen werden. Entscheidend ist dabei stets, ob sie datenschutzkonform entstanden sind.
Gerade bei strittigen Fällen – etwa wenn Sie überzeugt sind, korrekt überholt zu haben – kann anwaltliche Unterstützung entscheidend sein. Mit einer Rechtsschutzversicherung der AUXILIA haben Sie hier den Rücken frei. Wir tragen die Kosten für Anwälte, Gericht und Gutachter – und sorgen dafür, dass Sie Ihr Recht auch durchsetzen können.
So unterstützt der Verkehrsrechtsschutz der AUXILIA
Ein falsches Überholen kann schwerwiegende Folgen haben – finanziell wie rechtlich. Selbst wenn Sie überzeugt sind, richtig gehandelt zu haben, kann sich ein Verfahren über Monate hinziehen. Schon ein einziger Gerichtstermin kann mehrere Hundert Euro kosten, hinzu kommen Gebühren für Gutachter und Anwälte.
Mit der Verkehrsrechtsschutzversicherung der AUXILIA sind Sie für solche Fälle bestens abgesichert. Wir übernehmen
- die Kosten für juristische Beratung und Verteidigung,
- Gerichtskosten und Zeugengebühren,
- Sachverständigen- und Gutachterkosten sowie
- eine Mediation bei Konflikten.
Darüber hinaus profitieren Sie bei der KS/AUXILIA von einer inkludierten Automobilclub-Mitgliedschaft, die Ihnen im Alltag zusätzliche Sicherheit bietet – inklusive Pannenhilfe, Abschleppdienst und weiterer Leistungen.
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Häufige Fragen zum Falschüberholen
Unterscheidet sich „rechts vorbeifahren“ vom „rechts überholen“ – und was ist erlaubt?
Ja. Rechts vorbeifahren liegt vor, wenn der Verkehr auf der linken Spur deutlich langsamer ist oder steht und Sie rechts mit moderater Geschwindigkeit vorbeiziehen. Rechts überholen meint ein aktives Ausscheren nach rechts, um schneller voranzukommen. Das ist grundsätzlich verboten.
Gilt ein Überholverbot auch für Motorräder, E-Scooter oder Pedelecs?
Ein Überholverbot richtet sich an den Überholenden, es gilt unabhängig von der Fahrzeugart. Motorräder, Motorroller, E-Scooter und Pkw sind gleichermaßen betroffen; auch Radfahrende dürfen in einem angeordneten Überholverbot nicht überholen. Entscheidend sind das Verkehrszeichen und die konkrete Verkehrslage.
Lkw-Überholverbot: Dürfen Transporter oder Camper trotzdem überholen?
Das Lkw-Überholverbot adressiert in der Regel Kraftfahrzeuge über einer bestimmten zulässigen Masseklasse. Leichte Transporter oder Wohnmobile gelten – abhängig von ihrer Einordnung und Beschilderung – nicht immer als Lkw. Maßgeblich sind Fahrzeugpapiere, Zusatzschilder und die genaue Beschilderung vor Ort. Im Zweifel gilt: lieber nicht überholen und Beschilderung genau prüfen.
Was passiert versicherungsseitig nach einem Unfall wegen falschen Überholens?
Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung reguliert grundsätzlich Schäden der Gegenseite, unabhängig vom Verschulden – das ist ihr Kernzweck. Allerdings kann es zu Rückstufungen in der Schadenfreiheitsklasse kommen. Bei Kasko-Schäden kommt es auf Ihre Vertragsbedingungen an. Hier lohnt sich eine individuelle Prüfung, am besten mit anwaltlicher Unterstützung.
Ich habe einen Bußgeldbescheid wegen falschen Überholens erhalten – wie gehe ich jetzt vor?
Bleiben Sie ruhig und prüfen Sie die Angaben im Bescheid (Tatvorwurf, Ort/Zeit und Beweismittel). Äußern Sie sich nicht vorschnell zur Sache, bevor Sie Akteneinsicht hatten. Sichern Sie mögliche Gegenbeweise (zum Beispiel eigene Fotos oder Zeugen). Holen Sie frühzeitig rechtlichen Rat ein – mit einer Verkehrsrechtsschutzversicherung können Sie die Erfolgsaussichten eines Einspruchs seriös bewerten lassen und vermeiden unnötige Kostenrisiken.

